Fußball: Mehr als nur ein Spiel

Fußball: Mehr als nur ein Spiel

Man sagt, Fußball sei die schönste Nebensache der Welt. Dabei wird vergessen, für wie viele Leute der Fußball eigentlich der Mittelpunkt des Lebens ist. Entweder haben sie sonst keine Möglichkeiten im Leben, oder sie sind so gut, dass sie vom Fußball leben können. Auch ich würde gerne meinen Lebensunterhalt mit dem Fußball verdienen. Doch noch ist es nicht so weit, denn vermutlich bin ich nicht gut genug, um Profi zu werden. Aber aufgegeben habe ich diesen Traum noch lange nicht!

Die Anfänge

Es begann alles zu Hause im Garten, wo meine beiden älteren Brüder ständig Fußball spielten. Sie waren wenig an meinem Spielzeug interessiert und spielten nie mit mir, also begann ich, mich dafür zu interessieren, was sie und auch viele ihrer Freunde spielten. Bevor ich also andere Fußball spielende Mädchen kennenlernte, spielte ich vor allem mit Jungs, die obendrein auch noch älter waren. Auch im Verein spielte ich zuerst mit Jungs zusammen, denn gerade in den jungen Jahrgängen gibt es noch keine speziellen Mädchenmannschaften, sodass einfach alle zusammenspielen, egal ob Jungs oder Mädchen.

Mädchen- und Frauenmannschaften

Da Fußball in Deutschland einfach dazugehört, sind im Laufe der Jahre immer mehr Mannschaften für Frauen und auch Mädchen entstanden. Ich bin allerdings froh darüber, auch mit Jungs zusammen gespielt zu haben, denn es gibt mir das Gefühl, etwas stärker zu sein als andere Spielerinnen, die immer nur mit Mädchen und Frauen zusammengespielt haben. Ob es diese Erfahrung war, die mich gut genug gemacht hat, dass ich heute meine Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen darf, weiß ich nicht, aber es ist gut möglich. Spaß hat es in jedem Fall gemacht die Zeit hat mir dabei geholfen, mit älteren Mitspielern und Mitspielerinnen umzugehen, ohne dabei ängstlich zu sein.

Die Erfahrung teilen

Mit 25 Jahren bin ich als Fußballerin immer noch eher jung. Bei den Frauen gilt dieses Alter allerdings als perfekt für gute Spielerinnen. Dass ich als Kapitän meiner Mannschaft amten darf, macht mich sehr stolz, doch ich will es nicht dabei bleiben lassen. Es liegt mir sehr am Herzen, dass ich meine Erfahrung mit jungen Mädchen teilen und ihnen dabei helfen kann, sich auf und auch neben dem Feld ständig zu verbessern. Wer weiß, vielleicht kann ich ja helfen, Spielerinnen für die nächste deutsche Weltmeistermannschaft zu finden und auszubilden. Wenn schon mein Traum von einer großen Profi-Karriere nicht Wahrheit werden soll, dann will ich wenigstens mein Bestes tun, damit jemand anderes diesen Traum verwirklichen kann.